Am Besten, ich fange bei meiner eigenen Person an. Also ich bin 1990 geboren, Studentin und lebe seit circa einem Jahr glutenfrei. Welche Gründe mich aber überhaupt dazu bewegt haben glutenfrei zu leben, erfahrt ihr in den folgenden Abschnitten.

 

30.07.2016

Innerhalb des letzten Jahres war ich gesundheitlich sehr angeschlagen und hatte nicht wirklich den Kopf und die Zeit zum Backen oder Kochen. Im August 2015 wurde eine entzündlich rheumatische Erkrankung diagnostiziert, welche wohl auch für meine Unverträglichkeiten verantwortlich ist. Ich kann manchmal immer noch nicht wirklich fassen, wieso es gerade mich getroffen hat, aber eine individuelle Medikation und eine gesunde Lebensweise helfen mir enorm dabei damit umzugehen.

Ich bin auch wieder richtig motiviert neue glutenfreie Leckereien zuzubereiten. Vor allem aber freue ich mich darauf, diese dann mit euch zu teilen. 🙂

 

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20.05.2014

Ich habe mir früher nie Gedanken über die Inhaltsstoffe in Lebensmitteln gemacht. Ich habe gegessen was ich wollte und konnte ohne Beschwerden mein Leben genießen. Doch vor ungefähr 4 Jahren hatte ich nach dem Essen immer einen harten Magen und zeitweise auch sehr starke Magenschmerzen. Natürlich war ich erst einmal beim Arzt, aber helfen konnten die immer häufiger werdenden Arztbesuche mir auch nicht.

Nachdem es mir nach über einem Jahr nicht besser ging, habe ich eine Praxis für ganzheitliche Medizin aufgesucht. Erst dort habe ich zum ersten Mal überhaupt von dem Begriff Gluten bzw. Klebereiweiß gehört, dass in den bei uns gängigen Getreidearten vorkommt. Nachdem ich mich ausführlich mit dem Arzt über meine Beschwerden unterhalten habe sind wir zu dem Schluss gekommen, dass es sinnvoll wäre zu Beginn eine so genannte ‚Darmsanierung‘ zu machen. Die Darmsanierung hilft dem, durch das Gluten, angegriffenen Darm zu heilen und sich zu regenieren. In meinem Fall habe ich mich strikt 8 Wochen an einen basischen Diätplan gehalten. Es war wirklich sehr anstrengend, aber wenn ich darüber nachdenke, dass ich jetzt beschwerdefrei lebe, war es die Mühe wirklich wert. Nach den besagten 8 Wochen Diät durfte ich mich wieder normal ernähren, aber natürlich nur noch glutenfrei.

Der erste Einkauf im Supermarkt nach der Diagnose war wirklich schrecklich. Ich konnte nicht mehr einfach so in die Regale greifen und mir nehmen was ich wollte. Nein. Ich musste überall auf die Zutatenlisten achten und konnte vielleicht noch 1/10 von den Lebensmitteln einkaufen die ich sonst immer gekauft habe. Ich muss gestehen, ich habe nie viel in der Küche gestanden und selber gekocht, Fixtüten, Fertiggerichte aus der Tüte, Tiefkühlpizza oder Nudeln mit Fertigsauce standen bei mir als Student an der Tagesordnung. Hinzu kommt, dass ich auch viel auswärts gegessen habe, was zu 90% jetzt auch nicht mehr möglich war; natürlich bieten fast alle Restaurants oder Cafés auch Salate an, aber immer einen Salat zu essen ist ja auch nicht das wahre.

Hinzu kommt, dass es bei uns zuhause Nachmittags auch schon immer Kuchen, Waffeln oder andere süße Verführungen gab. Darauf kann ich persönlich ja auch überhaupt nicht verzichten, doch wo finde ich ein Geschäft oder einen Bäcker, der glutenfreie Teilchen, Kekse oder Kuchen verkauft? Genau, die Auswahl an Geschäften, sowie Produkten ist ziemlich eingeschränkt. Mir persönlich fällt es zwischenzeitlich immer noch ziemlich schwer mich von glutenhaltigen Nahrungsmitteln fern zu halten. So viele Snacks, die man sich zwischendurch mal eben beim Bäcker, bei dem Imbissstand oder im Kiosk gekauft hat sind für immer tabu.

Und genau diese Gründe haben mich dazu bewegt selber aktiv zu werden und nach Alternativen zu suchen die unglaublich gut schmecken und darüber hinaus auch noch glutenfrei sind 🙂

 

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